Kurzfassung der Erhebungsmethode zur
Reichweiten-Analyse (AMF-Schema 3-R)
1. Name der Reichweitenstudie:
LA ELFA 07/08 Leseranalyse Elektronik-Fachmedien, durchgeführt
im Auftrag der WEKA Fachmedien GmbH unter konzeptioneller und
fachlicher Verantwortung von TestLab, Department Psychologie,
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institutsbereich
Psychologische Methodenlehre und Evaluation.
Insgesamt wurden in Anlehnung an das ZAW-Rahmenschema für
Werbeträgeranalysen in der geforderten Systematik 8 Titel
erhoben.
2. Definition der Grundgesamtheit
2.1. Erstellung/Erfassung der Grundgesamtheit:
a) Institutionen/Betriebe:
Als institutionelle Grundgesamtheit sind alle Betriebe im Bereich
der Bundesrepublik Deutschland definiert, die zu den Branchen
gehören, die ausreichenden Bezug zum Bereich Elektronik haben.
b) Personen:
Die Zielpersonen sind Personen, die mit Elektronik zu tun haben
und zumindest an Entscheidungen beteiligt sind.
Gibt es in Ihrem Unternehmen Mitarbeiter bzw. Abteilungen, die
mit Komponenten aus dem Bereich der professionellen Elektronik
zu tun haben?
Also zum Beispiel:
• der Herstellung von elektronischen Bauelementen
• der Herstellung von Geräten mit elektronischen Bauelementen
• der Entwicklung von elektronischen und elektrotechnischen
Bauelementen
• der Planung/Konzeption von Anwendungen mit solchen Teilen
• dem Vertrieb/Handel/Einkauf im industriellen Bereich mit
solchen Komponenten?
Die gewöhnliche Betreuung der Netzwerk- und TK-Ausrüstung
des Betriebes oder der einfache Vertrieb von Fertiggeräten
für Endverbraucher z.B. zählt nicht hierzu.
Im zweiten Schritt wird die Definition "Entscheider"
erläutert.
Von den Mitarbeitern, die in der gerade beschriebenen Weise mit
Elektronik zu tun haben, wie viele davon sind Entscheider? Unter
Entscheidern sind alle Personen zu verstehen, die maßgeblich
an der Entscheidung beteiligt sind. Also neben denen, die eine
endgültige Entscheidung treffen auch diejenigen, die vorbereitend
oder beratend im Rahmen eines Teams in die Entscheidung eingebunden
sind.
Gemeint sind Entscheidungen sowohl:
technischer Art (Auswahl von Bauelementen, Herstellern, technischen
Lösungen)
kaufmännischer Art (Auswahl von Anbietern etc. ggf. nach
Vorgaben)
2.2. Struktur der Grundgesamtheit:
Die Grundgesamtheit der Betriebe umfasst laut statistischen Bundesamt
(Umsatzsteuerstatistik 2005, erschienen im März 2007) 161.457
Betriebe aus den Branchen mit den WZ03-Codes: 24, 29, 30, 31,
32, 33, 34, 35, 51.86, 52.49.5, 64.3, 72, 73.1 und 74.3
Die Anzahl der Elektronik-Entscheider in diesem Branchenmix wurde
empirisch ermittelt. Die Untersuchung repräsentiert 269.410
Entscheider.
3. Untersuchungsmethode:
Da es keine Unterlagen zur Anzahl und Verteilung der personellen
Grundgesamtheit der Zielpersonen in den Betrieben gibt, war die
personelle Grundgesamtheit im ersten Schritt der Studie zu ermitteln.
Hierbei wurde in einem telefonischen Screening-Interview die Anzahl
der Entscheider im Bereich Elektronik in den jeweiligen Betrieben
erfragt.
Beim telefonischen Hauptinterview wurde per Zufallsgenerator
eine Zielperson des Screenings ausgewählt und das Hauptinterview
durchgeführt.
Um eine Verwechselung der Titel zu vermeiden, wurden die Titel
anhand von zugesendeten Titelkarten identifiziert. Die Karten
sind im DIN-A7-Format geschnitten und stets wechselnd sortiert
verschickt worden. Alternativ zum Postversand konnten die Titelkarten
auf einer geschützten Seite der IFAK-Homepage eingesehen
werden. Qualität und Darstellung entsprach der gedruckten
Variante.
Bei Betrieben mit mehr als 5 Entscheidern wurden weitere Interviews
durchgeführt, um hohe Transformationsgewichte auszuschließen.
Sowohl das Screening, als auch die Hauptuntersuchung wurden nach
dem Quota-Verfahren durchgeführt. Vorgaben beim Screener
waren die Strukturen aus Branche und Umsatz des Statistischen
Bundesamtes, für das Hauptinterview diente die im Screening
ermittelte Struktur aus Entscheideranzahl und Branche als Quotenvorgabe.
Um auch die gering besetzten Zellen besser abbilden zu können,
wurden in diesen Bereichen mehr Interviews realisiert. Diese bewusste
Disproportionalität wurde durch die anschließende Proportionalisierung
wieder an die vorgegebenen Strukturen angepasst.
4. Art und Erstellung der Stichprobe:
Die Daten für die Stichprobe stammen vom Anbieter Schober
Business Information GmbH. Die Ziehung erfolgte bei Schober nach
postalischer Sortierung ad random aus dem aktuellen Datenbestand.
Als Vorgaben dienten die WZ03-Codes und 3 Umsatzklassen.
Die Ziehung wurde anschließend auf Doubletten hin überprüft
und bereinigt.
5. Tag der Stichprobentziehung:
Die Ziehung erfolgte am 14. Juni 2007.
6. Ausschöpfung der Stichprobe:
Entfällt, da Quota-Verfahren angewendet wurde.
Insgesamt wurden 3812 Screening-Interviews und 753 Hauptinterviews
durchgeführt.
7. Zeitraum der Untersuchung:
Die Befragung fand in der Zeit vom 19. Juni bis zum 5. Oktober
2007 statt.
8. Durchführung der Untersuchung:
Mit der Durchführung, Feldarbeit und der technischen Aufbereitung
des Datenmaterials wurde das IFAK-Institut GmbH & Co. KG,
Taunusstein beauftragt. Die wissenschaftliche und methodische
Betreuung liegt bei:
TestLab, Department Psychologie, Ludwig-Maximilians-Universität
München, Institutsbereich Psychologische Methodenlehre und
Evaluation. Prof. Dr. Markus Bühner
Diese Untersuchung orientiert sich in Anlage, Durchführung
und Berichterstattung am ZAW-Rahmenschema für Werbeträger-Analysen
in der aktuellen Fassung.
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